CMYK vs. RGB: Der Fehler, den 90 % der Designer immer noch machen
Die große Verwirrung: RGB vs. CMYK
Dein Bildschirm zeigt in RGB (Rot, Grün, Blau) an. Die Druckerei druckt in CMYK (Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz). Dasselbe Universum? Nein. Zwei völlig verschiedene Welten.
RGB: Die Welt des Lichts
RGB ist additiv: Je mehr Licht du hinzufügst, desto heller wird es. Weiß = RGB(255,255,255). Schwarz = RGB(0,0,0).
Das ist gedacht für:
- Bildschirme (Handys, Fernseher, Monitore)
- Das Web und soziale Medien
- Videos
CMYK: Die Welt der Tinte
CMYK ist subtraktiv: Du entziehst Farbe ausgehend von Weiß. Je mehr Tinte du hinzufügst, desto dunkler wird es. Weiß = CMYK(0,0,0,0). Schwarz = CMYK(0,0,0,100).
Das ist gedacht für:
- Offsetdruck
- Tiefdruck
- Flexodruck
Das Problem
Der RGB-Farbraum ist GRÖSSER als der CMYK-Farbraum. Das bedeutet: Es gibt Farben, die dein Bildschirm in RGB anzeigen kann, die eine Druckerei aber NICHT in CMYK drucken kann.
Beispiel: Ein leuchtendes Blau auf deinem Bildschirm. Wenn du es für den Druck in CMYK konvertierst, wird das Blau blass. Enttäuschung garantiert.
So vermeidest du das Problem
Option 1 (Empfohlen): Von Anfang an in CMYK arbeiten
Öffne deine Software (InDesign, Photoshop) im CMYK-Modus. Du siehst genau, was die Druckerei drucken wird. Keine Überraschungen.
Option 2: In RGB arbeiten und intelligent konvertieren
Arbeite in RGB und konvertiere beim Export für den Druck mit der Rendering-Priorität "Wahrnehmungsorientiert" (PreserveColorIntent) in CMYK. Das komprimiert die Farben auf logische Weise.
Und mit PrintCheck?
PrintCheck erkennt automatisch:
- RGB-Farben in einer Druckdatei? ⚠️ Warnung
- Farben außerhalb des Farbraums (nicht druckbar)? ⚠️ Warnung
- Korrekte CMYK-Konvertierung? ✓ Ok
Einfache Regel
RGB = Bildschirm. CMYK = Druck. Nicht vermischen. PrintCheck sagt dir, wenn du dich irrst.
Geschrieben von
Sophie Martin
PrintCheck Druckvorstufen-Experte
Bereit, deine Druckvorstufe zu optimieren?
Teste PrintCheck — Solo, Team, Studio oder individuelles Pro-Angebot.
Jetzt starten →